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12.10.2020 Etiketten und Aufkleber

Bei Demago Print bieten wir einen umfassenden Service für den Druck auf selbstklebenden Materialien an. Da wir eine Vielzahl von Materialien, Drucktechnologien und Veredelungsverfahren einsetzen, möchten wir Ihnen diese in wenigen Sätzen vorstellen, damit Sie auf Grundlage dieser Informationen schnell und einfach die optimale Lösung für Ihr nächstes Projekt wählen können.

Selbstklebende Materialien können mit verschiedenen Drucktechnologien bedruckt werden, die grob in digitale und traditionelle Verfahren unterteilt werden können. Obwohl es innerhalb dieser beiden Kategorien mehrere Varianten gibt, konzentrieren wir uns auf Flüssig- und Trockentoner-Technologie sowie Inkjet-Druck. Jede dieser Technologien hat ihre spezifischen Eigenschaften – daher ist es sinnvoll, zumindest einige Grundlagen zu kennen, bevor man sich für eine entscheidet.

DIGITALE DRUCKMASCHINEN FÜR ETIKETTENDRUCK
Die Digitaldrucktechnologie gibt es seit über 30 Jahren, aber erst in den letzten zehn Jahren hat sie sich so weit entwickelt, dass sie mit der Qualität des traditionellen Drucks konkurrieren kann – neueste digitale Technologien übertreffen den traditionellen Druck sogar in vielerlei Hinsicht. Die wichtigsten Vorteile des Digitaldrucks sind Schnelligkeit, Flexibilität und niedrige Einrichtungskosten, da keine teuren Druckplatten erforderlich sind und die Dateivorbereitung einfacher ist. Außerdem ist der Druck variabler Daten möglich. Erwähnenswert ist auch, dass die von uns verwendeten Druckfarben vollkommen unbedenklich sind – dies wird durch mehrere Zertifizierungen bestätigt.

Etiketten werden in der Regel mit Roll-to-Roll-Druckern produziert, wobei die Rollenbreite auf 33 cm begrenzt ist. Großformatdrucker hingegen haben eine Rollenbreite von etwa 140 cm. Diese werden für den Druck größerer Etiketten (Vinylfolien) verwendet, die äußerst haltbar, UV-beständig und für kurz- und langfristige Anwendungen geeignet sind (Schaufenster, Boden- und Wanddekorationen, Glasflächen, Fahrzeugbeklebungen usw.).

Bei Demago Print verfügen wir über verschiedene Maschinen für den Druck auf selbstklebenden Materialien. Wie bereits erwähnt, hat jede Technologie ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Die fortschrittlichste Technologie in Bezug auf Druckqualität, Farbgenauigkeit und Reproduzierbarkeit ist die HP Indigo Technologie (Flüssigtoner), die den Druck auf unterschiedlichen selbstklebenden Materialien ermöglicht – einschließlich transparenter Materialien, da auch Weißdruck möglich ist. Diese Technologie ist ideal für kleine und mittlere Auflagen (ab etwa 1.000 Etiketten oder 10 Laufmeter Material). Da die Nachfrage nach hochwertigen Kleinauflagen stetig wächst, ist Demago Print bestens dafür gerüstet.

Mit der Installation des Konica Minolta AccurioLabel Druckers (Trockentoner), der hervorragende Produktivität, ausgezeichnete Bildqualität und kosteneffizienten Druck ab nur wenigen Laufmetern ermöglicht, drucken wir Etiketten auf Rolle bereits ab 100 Stück. Diese Technologie ermöglicht den CMYK-Druck auf opaken (weißen) PP- und Papiermaterialien. Für sehr kleine Mengen verwenden wir Bogen-Druckmaschinen, die den Druck auf Materialien im Bogenformat ermöglichen. Ein Vorteil der Trockentoner-Technologie ist die höhere Abrieb- und Kratzfestigkeit im Vergleich zu Flüssigtoner – deshalb müssen alle damit gedruckten Materialien zusätzlich mit Lack oder Laminat geschützt werden.

Erwähnenswert ist auch der großformatige Inkjet-Druck, der sich ideal für Etikettenformate eignet, die größer als DIN A3 sind. Diese Drucker erreichen Auflösungen zwischen 600 und 900 dpi – ausreichend für Etiketten, die aus größerer Entfernung betrachtet werden.


SELBSTKLEBENDE MATERIALIEN UND KLEBSTOFFARTEN
Selbstklebende Materialien bestehen grundsätzlich aus zwei Schichten: einem Trägermaterial (silikonisiertes Papier) und einem Obermaterial mit Klebstoff. Grob unterteilt man sie in Papier- und Kunststoffmaterialien. Papiere können ungestrichen, gestrichen, thermisch, metallisiert, strukturiert usw. sein. Wir wählen Papiermaterialien, wenn Etiketten für Flaschen (strukturierte Weinetiketten, Bieretiketten usw.), ökologische Etiketten, Premium-Metallic-Looks (metallisierte Papiere) oder Thermodrucketiketten gewünscht sind.

Zur zweiten Gruppe zählen synthetische Materialien, die feuchtigkeits- und chemikalienbeständig sind. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Synthetische Materialien werden in PP, PE und PET unterteilt. PP (Polypropylen) eignet sich für flache Oberflächen, PE (Polyethylen) für flache und gewölbte Oberflächen und PET (Polyester) ist ideal für flache Oberflächen, äußerst witterungsbeständig und dimensionsstabil.
Für die meisten dieser Materialien gibt es verschiedene Klebstoffarten. Am häufigsten wird Standard-Permanentkleber verwendet, der auf den meisten Oberflächen eine gute Haftung bietet. Für raue Untergründe gibt es Extra-Permanentkleber, der schwer entfernbar ist. Für eine leichtere Entfernung kommen ablösbare oder schwächer haftende Kleber (Removable) zum Einsatz sowie spezielle Tiefkühlkleber (Deep-freeze) für Produkte, die bei sehr niedrigen Temperaturen gelagert werden. Natürlich sind nicht alle Material-Klebstoff-Kombinationen in jeder Variante verfügbar!

Damit das Etikett optimal zur Anwendung passt, müssen wir wissen, wo es eingesetzt wird (Material, Oberflächenstruktur, Umgebungsbedingungen, gewünschte Lebensdauer auf dem Produkt usw.). Für den Außeneinsatz empfehlen wir synthetische Materialien mit stärkeren Klebern, bei langfristiger UV-Belastung ist Trockentoner vorzuziehen. Für Etiketten, die Reinigungsmitteln, Lösungsmitteln oder Ölen ausgesetzt sind, empfehlen wir Laminierung... Der am häufigsten verwendete Kleber ist nach wie vor der klassische Permanentkleber (+90 %), der sich unserer Erfahrung nach für fast alle Oberflächen eignet.

ETIKETTENVERARBEITUNG
Nach dem Druck kann das Etikett optional mit Lack oder Laminat in matt oder glänzend geschützt, mit metallisierter Folie (Heißprägung), Prägung, partiellen UV-Lackierungen usw. veredelt werden. Ein wesentlicher Verarbeitungsschritt ist das Stanzen der Etiketten auf das gewünschte Format oder die gewünschte Form. Dafür bieten wir zwei Methoden: klassisches Stanzen mit Werkzeug und CNC-Schneiden entlang der Kontur.


Klassisches Stanzen ist die bevorzugte Methode bei mittleren bis großen Auflagen. Aufgrund der Maschinenlänge, die eine Mindestrollenlänge von 10 Laufmetern erfordert, ist das Stanzen kleiner Mengen nicht wirtschaftlich. Ein Vorteil dieser Methode ist auch die hohe Geschwindigkeit sowie die Möglichkeit von Lackierung und Laminierung. Unser Werkzeugarchiv umfasst über 800 kostenlose Stanzformen. Falls Ihre gewünschte Größe nicht verfügbar ist, können wir diese an vorhandene Maße anpassen oder ein neues Werkzeug anfertigen – ab 100 € zzgl. MwSt.

Für kleinere Stückzahlen bieten wir CNC-Schneiden an, bei dem kein Werkzeug benötigt wird. Dabei wird das Material mit zwei Schneidmessern im Schneidkopf bearbeitet – dieser ist computergeführt und erkennt Passermarken per Kamera. Die Schnittgeschwindigkeit beträgt bis zu 5 m/min – deutlich langsamer als beim klassischen Stanzen mit über 80 m/min. Dennoch ist dies eine hervorragende und kosteneffiziente Lösung für Kleinauflagen.

FAZIT
Basierend auf den beschriebenen Drucktechnologien und Verarbeitungsmöglichkeiten für selbstklebende Etiketten sollten zunächst drei grundlegende Fragen geklärt werden: Wo wird das Etikett aufgebracht, wie wird es aufgebracht und wie viele Etiketten werden benötigt? Sobald Sie diese Fragen beantwortet haben, können Sie die passende Variante wählen – jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen in Kombination mit den eingesetzten Technologien.

Etiketten auf Rolle – CNC-Schnitt: Vorteile:
∗ Kosteneffizienter Druck ab 100 Stück;
∗ Hervorragende Druckqualität;
∗ Druck auf Papier- und Kunststoffmaterialien;
∗ Trockentoner ist sehr kratzfest, kein Lack/Laminat erforderlich;
∗ CNC-Schnitt für individuelle Größen und Formen (keine Werkzeugkosten);
∗ Kurze Produktionszeiten.

Etiketten auf Rolle – CNC-Schnitt: Nachteile:
∗ Kein Weißdruck möglich – daher keine transparenten oder metallisierten Materialien;
∗ Schnittgeschwindigkeit ungeeignet für Mengen über ca. 2500 Stück;
∗ Geeignet für manuelle Applikation (Lieferung auf 33 cm breiten Rollen).

Preise für Etiketten auf Rolle – CNC-Schnitt ansehen


Etiketten auf Rolle – klassischer Stanzschnitt: Vorteile:
∗ Kosteneffizienter Druck ab ca. 1.000 Stück;
∗ Höchste Druckqualität und Farbtreue;
∗ Weißdruck möglich;
∗ Druck auf Papier, Kunststoff, metallisierte und transparente Materialien;
∗ Große Auswahl an Klebstoffen;
∗ Hohe Schnittgeschwindigkeit für große Mengen geeignet;
∗ Für maschinelle Applikation geeignet;
∗ Kreuzschnitt, Aufwickeln auf individuelle Breiten und Längen möglich;
∗ Veredelung mit Lack, Laminat, Spot-UV, Prägung, Heißfolie möglich.

Etiketten auf Rolle – klassischer Stanzschnitt: Nachteile:
∗ Mindestrollenlänge von 10 m erforderlich;
∗ Kleinauflagen sind nicht wirtschaftlich;
∗ Etiketten mit Flüssigtoner müssen immer geschützt werden (Lack/Laminat);
∗ Werkzeugkosten ab 100 €, falls kein passendes Format vorhanden ist;
∗ Längere Produktionszeiten.


Dejan F.